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Wespen und Hornissen im Garten und am Haus - Was tun? 15.06.2020


Wappen Sarstedt(Sarstedt) "Uns erreichen regelmäßig Anfragen, unerwünschte Wespen- oder Hornissennester zu beseitigen. Schädlingsbekämpfung und auch die Beseitigung oder Umsetzung von Wespen- oder Hornissennestern ist ausdrücklich NICHT Aufgabe der Feuerwehr. Zuständig hierbei ist in allen Fällen die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Hildesheim", so Stadtbrandmeister Jens Klug.

   

Nest Wespe im Obstbaum

  

Nest der harmlosen und nützlichen Mittleren Wespe im Obstbaum (Quelle: www.wikipedia.de)

Im Hochsommer bis Ende September werden Wespennester von Staaten bildenden Arten, die sich auf Balkonen, Terrassen oder im Bereich von Eingangstüren und Fenstern befinden, sichtbar durch häufige Ein- und Ausflüge. Die heimischen Langkopfwespen-Arten „Deutsche und Gemeine Wespe“ haben zudem eine Vorliebe für Süßes und Gegrilltes, sodass sich viele Menschen von ihnen belästigt fühlen. Gerade in Familien mit Kindern, älteren Menschen oder Allergikern ist Vorsicht geboten. Falsches Verhalten gegenüber den Tieren, kann Wespen zum Stechen veranlassen.

Der BUND (www.bund.net) gibt deshalb Tipps zum richtigen Umgang mit solchen Situationen:

Wenn es hinter Holzverkleidungen, in Rollläden oder im Dach von Wohnhäusern brummelt, verbergen sich dahinter oft die Deutsche oder die Gemeine Wespe, die ihre Nester in dunklen Hohlräumen, aber sehr häufig auch in Erdhöhlen bauen und im Spätsommer große Staaten mit Tausenden von Tieren bilden können. Während diese beiden Arten den Menschen oft lästig werden, deuten freihängende Nester auf andere, kleinere Staaten bildende Wespenarten wie die friedfertige Mittlere Wespe oder die Sächsische Wespe hin. Letztere baut auch in Hohlräumen ihr frei hängendes Nest und es kommt zu Verwechselungen mit den anderen Arten. Mit der Mittleren und Sächsischen Wespe lässt es sich völlig konfliktfrei leben, denn sie fliegen keine süßen Nahrungsmittel an.  

Friedliche Koexistenz mit der Gemeinen und Deutschen Wespe

Bild Wespe

  

Deutsche Wespe - Quelle: Wikipedia

Die Deutsche und die Gemeine Wespe gehören zwar nicht wie Hornisse und Hummel zu den besonders geschützten Arten, sind aber - wie alle wildlebenden heimischen Tiere - durch das Bundesnaturschutzgesetz grundsätzlich vor Beeinträchtigung, Tötung und Zerstörung ihrer Nester geschützt. Ein richtiger Umgang mit diesen Tieren ermöglicht in vielen Fällen eine friedliche Koexistenz, zumal Wespen sehr nützlich für das Gleichgewicht in der Natur sind. Sie erbeuten andere Insekten, auch Schädlinge und halten sie auf natürliche Weise kurz. Außerdem spielen Wespen neben anderen Hautflüglern eine wichtige Rolle bei der Bestäubung unserer heimischen Blütenpflanzen, was durch den Verlust von immer mehr Bienenvölkern besonders wertvoll ist!

Praktische Tipps im Umgang mit Wespen

  • Verhalten Sie sich ruhig. Vermeiden Sie, zu nah an ein Wespennest zu kommen; in der Regel stechen Wespen nur, wenn sie sich angegriffen fühlen.
  • Angstschweiß kann die Tiere anlocken; Anpusten kann die Tiere aggressiv machen. Die um einen Tisch kreisenden Tiere sollten nicht panikartig verscheucht werden.
  • Beim Trinken sollte niemals aus einer Flasche direkt getrunken werden; Kinder sollten ggf. Strohhalme benutzen, um gefährlichen Stichen im Mundraum vorzubeugen.
  • Wer im Freien speist, sollte in einiger Entfernung zum Esstisch ein paar überreife Früchte zum Ablenken der Tiere hinstellen und im Umfeld Fallobst zusammenkehren.
  • Wenn September bis spätestens Oktober der Jahreszyklus der Wespen endet, wird das einmal verlassene Nest niemals wieder benutzt.
  • Wer doch einmal gestochen wird, kann sich in der Apotheke oder im Internet vorsorglich sich ein „Body-Pik“ Gerät gegen Insektenstichen besorgen, wo bei schneller Anwendung das Anschwellen, Schmerzen und Juckreiz gelindert werden.