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Emotionaler Stabwechsel bei der Feuerwehr 02.07.2019


Wappen Sarstedt(Sarstedt) Der Sarstedter Anzeiger berichtete:

Mit einem langen rhythmischen Klatschen haben sich am Samstagabend die Sarstedter Feuerwehrleute von ihrem Stadtbrandmeister Rüdiger Schulz verabschiedet. Der hatte zuvor in einer emotionalen Rede mit tränenerstickter Stimme festgestellt: "Es ist der richtige Zeitpunkt zu gehen, doch es tut mir auch weh, euch nun als Führungskraft zu verlassen."

Kurz darauf überreichte Bürgermeisterin Heike Brennecke die Ernennungsurkunden an den neuen Stadtbrandmeister Jens Klug und dessen neuen Stellvertreter Sebastian Blaut.

Die Zeremonie begann vor dem Sarstedter Feuerwehrhaus. Dort hatten die Feuerwehrleute für ihren scheidenden Stadtbrandmeister einen roten Teppich ausgerollt, über den Schulz gemeinsam mit Brennecke und dem Spielmannszug Sarstedt zum Mikrofon marschierte.

Im Beisein von Stadt- und Gemeindebrandmeistern der Nachbarkommunen sowie Kreisbrandmeister Josef Franke und Torsten Köhler, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz beim Landkreis, ergriff zunächst Brennecke das Wort.

Sie erinnerte daran, dass Schulz erst vor sechs Jahren das Amt des Stadtbrandmeisters übernommen hatte. "Während dieser Zeit war vor allem immer die EDV bei der Feuerwehr sein Thema", unterstrich die Bürgermeisterin. "Im Übrigen kann Rüdiger nur groß", fuhr sie fort und erinnerte an eine Amtszeit mit vielen Großbränden, dem großen Hochwasser 2017, ein großartiges Zusammenspiel mit anderen Hilfsorganisationen und an den Kauf von zwei großen Fahrzeugen für die Sarstedter Feuerwehr. Abschließend zollte Brennecke dem scheidenden Feuerwehrchef höchsten Respekt für dessen Leistungen. "Danke, Herr Stadtbrandmeister", sagte sie.

Schulz betonte während seiner Abschiedsrede, dass es immer sein oberstes Ziel gewesen sei, dass die Ortsfeuerwehren weiter zusammenwachsen. Eine gute Entscheidung sei es seinerzeit gewesen, sich mit Dr. Lars Brinkmann und Jens Klug zwei Stellvertreter an seine Seite zu holen, bei denen er sich nun ausdrücklich für die Unterstützung bedankte. Gleichwohl sei die Arbeit als Stadtbrandmeister sehr zeitintensiv gewesen und er habe zum Schluss "keine Luft zum Atmen" gehabt. Deshalb halte er es für sehr sinnvoll, dass sein Nachfolger nun hauptamtlich als Stadtbrandmeister arbeiten wird.

Anschließend überreichte Brennecke die Ernennungsurkunde des neuen Stadtbrandmeisters Jens Klug. "Die gesamte Bürgerschaft gibt die Verantwortung nun an dich weiter", rief sie ihm zu. Klug bedankte sich auch im Namen seines Stellvertreters Sebastian Blaut für das entgegengebrachte Vertrauen. "Wir wollen vor allem den Feuerwehrbedarfsplan weiter vorantreiben", sicherte er zu.

Abschließend erlebten die Teilnehmer der Zeremonie noch einen sehr emotionalen Moment, als die 88-jährige Anneliese Schulz das Mikro ergriff und mit Blick auf das Engagement ihres Sohnes Rüdiger im Amt des Stadtbrandmeisters feststellte: "Der wollte schon als Achtjähriger zur Feuerwehr."

(Danke an Michael Bornemann für Text und Fotos)

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