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Insektenhotels in Sarstedt. Bereit zum Check-In 27.06.2019


Wappen Sarstedt(Sarstedt) Am 18. Oktober 2017 erschien in der renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschrift "PLoS ONE" ein Artikel über das Ausmaß des Insektensterbens in Deutschland. Die Autoren der Studie bestimmten über einen Zeitraum von 27 Jahren hinweg in insgesamt 63 Naturschutzgebieten, jeweils die Gesamtmasse der Fluginsekten mit dem Ergebnis, dass sich die Population seit 1989 um mehr als ¾ verringert hat.

Aufgrund der dramatischen Entwicklung solidarisiert sich die Stadt Sarstedt mit der Forderung des NABU, dem Artensterben mehr Aufmerksamkeit zu schenken und politisch stärker auf eine Bekämpfung der möglichen Ursachen entgegenzuwirken. Mögliche Ursachen sind u. a. die Intensivierung der Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und Düngemittel oder die Veränderungen im Landschaftsbild.

So beschloss der Rat der Stadt Sarstedt die Anschaffung von vier Insektenhotels für Wildbienen. Die Insektenhotels sollen Fluginsekten das Überleben und Vermehren vereinfachen. Zu finden sind die Insektenhotels an folgenden Standorten: (1) Sonnenkamp am Hain "Baum des Jahres", (2) nördlich des Busbahnhof am Gymnasium Sarstedt, (3) an der Ruther Straße vor der Kolonie "An der Innerste" sowie (4) am Seglerheim Nordufer am Giftener See. Für die Betreuung der Insektenhotels konnte die Stadt Sarstedt bereits Paten gewinnen. Dieter Goy, als Vertreter des NABU-Kreisverbandes Hildesheim, Dagmar Esser und André Henke, Lehrer am Gymnasium in Sarstedt, unterstützen die Aktion mit regelmäßigen Kontrollen.

"Wir sehen die Entwicklungen der letzten Jahre mit Sorge. Die Anschaffung der Insektenhotels soll das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für unsere Umwelt stärken", so Peter Plein, Umweltbeauftragter der Stadt Sarstedt.

 

Insektenhotel